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«Gömmer Starbucks?»

Bänz Friedli macht sich einen Reim auf die Jugend

«Die Entdeckung des Arosa Humor Festivals 2013»: So feierte ihn die NZZ.

Bänz Friedli schreibt die Mutter aller Familienkolumnen, ist Satiriker für Radio SRF1 – und nun wagt der Autor und Kabarettist mit dem Programm «Gömmer Starbucks?», was eigentlich unmöglich ist: sich einen Reim auf die Jungen zu machen. Slangs und Spleens der Jugendlichen, Modewörter und Konsumwahn, Social Media und Sexualkunde kommen zur Sprache, und der Ton, den Friedli dabei anschlägt, ist stets beides: ernsthaft und lustig. Auf Anregung des Zürcher Festivals «Blickfelder – Künste für ein junges Publikum» erarbeitete Bänz Friedli erstmals ein thematisch durchgehendes Kabarettprogramm. Der Auftrag war, die «heutige Jugend» zu erklären. Das Resultat, «Gömmer Starbucks?», wurde 2013 im Theater Gessnerallee erfolgreich uraufgeführt. Dabei hat, wer den Slang der Jugendlichen festhalten will, eigentlich schon verloren. Ein «Lexikon der Jugendsprache» kommt immer zu spät, und wollen Werber sich der Jugend mit deren eigener Sprache anbiedern, redet die Jugend inzwischen längst anders. «Die Jugend» gebe es sowieso nicht, findet Friedli. Dennoch versucht er das Unmögliche:

sich einen Reim auf die Jungen zu machen. Wenn Friedli die Jugend von heute erklärt, wird’s ernsthaft lustig, denn die vermeintlich sprachlosen Jugendlichen gehen flinker und origineller mit Sprache um als jede Generation vor ihnen. Und erst, wenn man als Erwachsener überhaupt nicht mehr versteht, wie die Jugend tickt, tickt diese Jugend richtig. «Friedlis scharfsinnige Beobachtungen und sein Talent, mit perfekt imitierten Akzenten die Tonalität der Jugend zu treffen, machen das Zuhören zum puren Vergnügen», urteilte die «Neue Luzerner Zeitung». In Kooperation mit Radio SRF 1 und dem Merian Verlag nahm Friedli sein Programm im Kleintheater Luzern live auf, die CD «Gömmer Starbucks?» erschien im März 2014. Als Beobachter des Alltäglichen kennt man ihn. Bänz Friedli, das ist der «Hausmann der Nation» aus dem «Migros-Magazin», der von der «Zytlupe» auf Radio SRF1, der einstige Pendler aus «20 Minuten». Er schenkt den kleinen, unscheinbaren Begebenheiten Bedeutung, feiert den Alltag als grosses Abenteuer, lässt uns über Ärgernisse schmunzeln. «Zum Hören ist er noch besser!», schwärmte der «Bote der Urschweiz» über Bänz Friedlis Bühnenprogramm. Das «Solothurner Tagblatt» schrieb: «In bester Poetry-Slam-Manier und mit den Qualitäten eines Stand-up-Komikers nimmt er die Zuhörer mit auf die Entdeckungsreise durch seinen ‹nicht ganz normalen› Alltag.» Auf Radio SRF geriet Mundart-Doyen Christian Schmid über Friedlis Live-Programm ins Schwärmen: «Reines, pures Vergnügen! Ob es um Politisches, Kulturelles, Gesellschaftliches, um den Haushalt, um Alt und Jung, Kinder und Schule geht – Bänz Friedli bringt es auf den Punkt und imitiert die Slangs mit einem Maul, das fast alles kann.» Wer sich um die Jugend von heute Sorgen macht, kann sich diese bei Bänz Friedli von der Seele lachen, denn «Gömmer Starbucks?» ist vor allem eines: ein Plädoyer für die Jungen. Seine urkomischen Beobachtungen über die Jugendlichen ergänzt Friedli von Fall zu Fall mit Nummern aus seinem Repertoire und rundet den Abend mit einem berndeutschen Navi, einem nervtötenden Zahnarzt und Sportlern ab, die viel reden und nichts sagen. Satire, die das Leben schreibt.

 

 

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